Gib mir bitte, was ich mir selbst nie geben konnte.
Was passiert, wenn die Liebe eines anderen Menschen plötzlich darüber entscheidet, wie viel du dir selbst wert bist?
Eine Nachricht bleibt aus. Der Ton ist anders. Jemand zieht sich zurück – und obwohl eigentlich noch gar nichts passiert ist, läuft in deinem Kopf längst der komplette Film:
Bin ich noch wichtig? Habe ich etwas falsch gemacht? Zieht er sich zurück? Geht er irgendwann?
Vielleicht geht es in solchen Momenten nämlich gar nicht nur um die fehlende Nachricht.
Vielleicht trifft sie auf etwas, das schon viel länger in dir sitzt.
Auf die Angst, nicht genug zu sein. Nicht gewählt zu werden. Verlassen zu werden. Oder darauf, dass du irgendwann angefangen hast, deinen eigenen Wert in den Augen eines anderen Menschen zu suchen.
In dieser Folge von Gedankenkotze geht Angie einer ziemlich unbequemen Frage nach:
Was erwarte ich von einem anderen Menschen, das ich mir selbst mein ganzes Leben nicht geben konnte?
Und nein – das wird keine „Du musst dich erst selbst lieben“-Folge.
Denn wir dürfen Menschen brauchen. Wir dürfen Nähe wollen. Wir dürfen Bestätigung, Sicherheit und Liebe brauchen.
Die spannendere Frage ist:
Kann ich dich brauchen, ohne mich selbst an dich abzugeben?
Es geht um Selbstwert und Beziehungen, Verlustangst und Bindungsmuster, Nähe und Rückzug – und um den schmalen Unterschied zwischen:
„Deine Liebe tut mir gut.“
und
„Deine Liebe muss mir beweisen, dass ich liebenswert bin.“
Du erfährst nicht fünf Schritte zur perfekten Beziehung.
Du bekommst auch keine Anleitung dafür, wie du endlich niemanden mehr brauchst.
Stattdessen schauen wir ungefiltert dahin, wo es meistens kompliziert wird:
Was gehört wirklich zum Verhalten des anderen – und was wurde in mir nur berührt?
Warum kann ein kleiner Rückzug manchmal so verdammt groß werden?
Was suche ich eigentlich in der Liebe eines anderen Menschen?
Und was passiert, wenn genau dieser Mensch irgendwann nicht mehr da ist?
Vielleicht halten wir manchmal nämlich nicht nur an einem Menschen fest.
Vielleicht halten wir an dem Gefühl über uns selbst fest, das wir nur in seinen Augen finden konnten.
Eine Folge über Liebe, Selbstwert, emotionale Abhängigkeit, Verlustangst und die ziemlich schwierige Kunst, einen Menschen zu lieben, ohne sich selbst dabei zu verlieren.
Verstehen. Spüren. Verändern.
Nicht, damit du irgendwann niemanden mehr brauchst.
Sondern damit vielleicht irgendwann aus:
„Bitte liebe mich, damit ich weiß, dass ich genug bin.“
etwas anderes werden darf:
„Ich brauche dich manchmal. Und trotzdem gehöre ich mir.“
🎧 GEDANKENKOTZE – echt. nah. roh.
🤍 Wenn diese Folge etwas in dir getroffen hat, schick sie einem Menschen, mit dem du genau darüber schon viel zu lange reden wolltest.
UNGEFILTERT – Verstehen. Spüren. Verändern.
Du willst da nicht allein durch?
Angie begleitet Menschen mit ADHS, Hochsensibilität und intensivem Erleben persönlich – ehrlich, nah und ohne Perfektionsdruck.
Erstgespräch mit AngiePassende Folgen
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