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Folge 37 · 2. Juni 2026 · 26 Min.

Ich wollte nie Aufmerksamkeit. Ich wollte Verständnis.

„Du willst doch nur Aufmerksamkeit.“

Ein Satz, der viele von uns tiefer verletzt hat, als wir jemals zugeben würden.

Denn die Wahrheit ist: Ich wollte nie Aufmerksamkeit. Ich wollte Verständnis.

In dieser sehr persönlichen Folge spreche ich über das Gefühl, ständig missverstanden zu werden. Über Sensibilität, ADHS, emotionale Tiefe, Masken, Scham und den Schmerz, sich sein ganzes Leben lang „zu viel“ zu fühlen.

Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, warum du so intensiv fühlst. Warum du immer wieder das Gefühl hast, dich erklären zu müssen. Warum Menschen oft nur dein Verhalten sehen – aber nie den Schmerz dahinter.

Diese Folge ist für alle, die nie Aufmerksamkeit wollten, sondern einfach nur gesehen und verstanden werden wollten. ❤️

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🫶 Für echten Austausch, Verständnis und eine Community ohne Masken habe ich außerdem einen geschützten Raum erschaffen. Du bist von Herzen eingeladen:

Danke, dass du hier bist.

Deine Angie ❤️

→ ADHS→ Selbstwert & „zu viel“ sein→ Maskieren→ Gefühle & Emotionen
Transkript lesen · 2.3k Wörter

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Ich glaube, einer der Sätze, die mich am meisten verletzt haben in meinem Leben ist, du willst doch einfach nur Aufmerksamkeit. Und vielleicht trifft mich dieser Satz deshalb so tief, weil er so unfassbar weit weg ist von meiner Wahrheit. Ich wollte nie Aufmerksamkeit. Ich wollte Verständnis. Ich wollte nie schwierig sein, nie kompliziert, nie emotional oder sagen wir emotional anstrengend, nie irgendwie zu viel sein.

Ich wollte einfach nur, dass irgendjemand endlich versteht, warum manche Dinge mich so tief treffen, warum ich manchmal so intensiv fühle, warum ich nicht einfach abschalten kann oder warum mein Kopf nie still ist oder einfach Hänger einfach manchmal auch funktioniere wie die stärkste Person der Welt und am nächsten Tag aber nicht mal mehr schaffe, zurückzuschreiben oder irgendwas zu tun. Ich glaube, viele Menschen kennen dieses Gefühl, dieses permanente Missverstanden werden.

Vor allem Menschen, die tief fühlen. Menschen mit ADHS, Menschen mit Trauma, Menschen, die immer gehört haben, jetzt übertreib doch nicht, Oh, du bist zu sensibel. Du musst mal lernen, härter zu werden. Warum bist denn du immer so emotional? Und irgendwann passiert etwas richtig, richtig Krasses.

Du beginnst, dich selbst falsch zu sehen. Du beginnst zu glauben, dass deine Gefühle ein Problem sind. Und genau darüber möchte ich heute sprechen. Über dieses Gefühl, missverstanden zu werden. Über emotionale Menschen. Über Masken. Über das in Anführungsstrichen zu viel sein. Über die Wahrheit hinter Aufmerksamkeit.

Und warum so viele von uns eigentlich nie gesehen wurden. Du willst doch nur Aufmerksamkeit. Ich finde diesen Satz so brutal. Weil er Gefühle klein macht. Weil er Schmerz lächerlich macht. Und weil er Menschen das Gefühl gibt, manipulativ zu sein. Obwohl sie eigentlich nur verzweifelt versuchen, verstanden zu werden.

Ich weiß gar nicht, hört man den Regen jetzt dabei? Das passt ja zu der Folge. Also, ich weine nicht, das ist der Regen. Weißt du, wenn jemand weint, zusammenbricht, laut wird oder vielleicht auch sich zurückzieht, dann sehen viele Menschen nur das Verhalten. Aber fast niemand fragt sich, zumindest habe ich das Gefühl, was steckt denn dahinter?

Und das ist das Problem. Wir leben in einer Welt, die Symptome bewertet. ja, aber die Ursachen werden ignoriert. Mal so zum Beispiel, wenn jemand laut wird, ja, also ich rede jetzt nicht von Schreien laut wird, so, sondern so laut wird. Und das bin ich zum Beispiel auch, wenn ich ich habe Phasen oder es kommt darauf an, mit was für Menschen ich zusammen bin, dann bin ich so die Laute, die übertrete, ja, dann heißt es gleich Drama.

Wenn jemand weint und das bin ich auch, dann bin ich zu emotional oder wir, entschuldigt, ich kann nicht immer nur von mir reden, dann sind wir emotional. wenn wir Nähe brauchen, dann heißt es gleich, wir sind, wir, wir klammern. Und wenn wir überfordert sind, das sind wir nun mal ziemlich schnell, dann sind wir anstrengend.

Aber niemand fragt, warum? Warum reagieren wir so? Warum tut uns so etwas so so krass weh? So tief? Warum kämpfen wir eigentlich so darum, verstanden zu werden? Und weißt du, was ich glaube? Dass viele, also viele Menschen, die angeblich Aufmerksamkeit suchen, eigentlich einfach nur nie emotional sicher waren.

Weil ich glaube, und ich meine, ich hätte sogar schon mal, ich wiederhole mich wahrscheinlich auch echt offen meinen Podcast, aber das ist alles so, ich finde, wie so ein Puzzlestück. Viele von uns einfach sehr früh gelernt haben, dass unsere Gefühle nicht willkommen sind. Und das hier um Gottes Willen vielleicht überhaupt nicht bewusst, aber subtil. Durch so Sätze wie, weiß nicht, vielleicht habt ihr die bestimmt auch alle mal gehört, vielleicht auch täglich.

Jetzt beruhig dich. Oder, das ist doch gar nicht so schlimm. Du bist viel zu empfindlich. Jetzt reiß dich doch mal zusammen. Und wisst ihr, was ich ganz oft gehört habe? Stell dich nicht so an, andere haben echte Probleme. Und irgendwann lernt man, so wie ich fühle, ist falsch. Ist aber, was ich gelernt habe, Gefühle verschwinden nicht, nur weil man sie unterdrückt.

Hey, und ich bin Meister da drinnen. Aber sie speichern sich. Im Körper, im Verhalten, im Nervensystem, in Beziehungen. Aber irgendwann kommt alles raus. und das nicht gerade ruhig oder elegant. Andere sagen auch elegant, sondern explosiv. Und genau dann sagen Menschen, warum bist du denn immer so extrem?

Ja, weil niemand sieht diese tausenden Momenten davor, in denen du versuchst, irgendwie still zu leiden. Viele Menschen, viele, sagen wir, sensible Menschen, haben gelernt, ihre Bedürfnisse einfach wegzudrücken. Wir haben aufgehört, zu viel zu fragen. Wir haben aufgehört, viel Raum einzunehmen und haben versucht, vielleicht nicht mehr emotional zu sein.

Aber wisst ihr, was passiert? Wenn ein Mensch seine Bedürfnisse jahrelang unterdrückt, ja, wir verlieren irgendwann das Gefühl für uns selbst, also für sich selbst. Das schon wieder, also Deutsch ist nicht so, ich lerne es. Ich bin mir gar nicht sicher, was ich sagen soll, was eins der traurigsten Gefühle überhaupt ist. Vielleicht sich selbst als Belastung zu empfinden,

wenn du vor jeder Nachricht überlegst, bin ich gerade so anstrengend? Wenn du nach allen Gesprächen alles analysierst, ich glaube, das hatte ich schon mal gesagt, nicht nur für eine Stunde oder so. Vielleicht machen das andere für eine Stunde, wenn überhaupt. Aber ein bisschen wie gut ist, noch ein bisschen ist, aber das war, das ist, was ich bin, das war, was ich, mich, was ich, als ich, wenn du vor, das war, was ich, als ich, das war, Es ist bei uns eher so Tage, Monate, hey, und wenn es richtig krass ist, Jahre. Und da übertreibe ich jetzt nicht.

Weißt du, wenn du Angst hast, einfach ehrlich schon zu sagen, dass es dir schlecht geht, weil du einfach niemanden zur Last fallen willst. Oder wenn du dich entschuldigst für Dinge, für die du dich niemals hättest entschuldigen müssen. Für Gefühle, für deine Bedürfnisse, für deine Sensibilität, für die Überforderung. Was passiert übrigens meistens dann, wenn mein Kopf schon wieder zehn Sätze weiter ist?

Aber was machen wir denn dann, wenn wir uns für alles entschuldigen oder alles unterdrücken? Ja, wir machen uns selbst kleiner, leiser, angepasster. Wisst ihr, wie oft ich mich ertappt habe, jahrelang zu versuchen, einfacher zu werden? Einfach, um gemorcht zu werden oder damit Menschen bleiben?

Aber wisst ihr, wie schmerzhaft das war, immer dann zu wissen oder zu denken, warum reicht es nie, einfach nur ich zu sein? Und da glaube ich, dass Menschen mit ADHS unglaublich oft missverstanden werden. Weil viele nur das Außen sehen. Dieses, die Vergesslichkeit, die Reizüberflutung, das Chaos, die Impulsivität, die Impulsivität, die Emotionalität, aber niemand sieht die innere Welt dahinter. Dieser permanente Druck, dieses permanente Denken, diese Reizflut, dieses Gefühl, nie wirklich in Anführungsstrichen normal zu funktionieren.

Dieses ständige Maskieren und vor allem dieses Gefühl, ständig falsch verstanden zu werden. Wir mit ADHS haben ein ganzes Leben lang einfach immer nur gehört, du strengst dich nicht genug an, du bist irgendwie faul, du bist zu unorganisiert und so weiter und so fort. Dabei kämpfen wir einfach nur täglich darum, nicht unterzugehen. Und das Schlimme daran ist ja, dass wir uns dann auch noch dafür schämen, so richtig tief schämen. Nicht nur über unser Verhalten, sondern über uns selbst.

Und deshalb tragen viele von uns Masken. Diese Ich-bin-okay-Maske, wie ich bei der letzten Folge, die stille Depression, auch erwähnt habe. Dieses Alles-gut-kein-Problem-ich-schaff-das-schon-Maske. Und manchmal tragen wir sie so lange, dass wir selbst vergessen, wie erschöpft wir eigentlich sind.

Und da ist es wieder. Wie ich in der letzten Folge und wahrscheinlich bei allen Folgen davor auch gesagt habe, dass die meisten Menschen dann erst merken, wie schlecht es einem überhaupt ging. Erst dann, wenn wir komplett zusammenbrechen. Vorher war es einfach nur still, komisch, launig, anstrengend. Aber es ist so, niemand sieht, wie viel Kraft es kostet, überhaupt zu funktionieren.

Ich weiß gar nicht, ob ich noch lauter reden soll. Wir werden es nachher sehen, ansonsten muss ich sie nochmal aufnehmen. Und genau deshalb wirken viele starke Menschen irgendwann plötzlich instabil. Nicht, weil sie schwach geworden sind. Sondern, weil sie zu lange stark sein mussten.

Und jetzt mal ehrlich. Selbst wenn jemand Aufmerksamkeit braucht, warum machen wir daraus eigentlich etwas Schlechtes? Warum? Ich finde, jeder Mensch möchte doch irgendwo gesehen werden. Oder jeder Mensch möchte irgendwo verstanden werden. Ist das nicht sogar ein menschliches Grundbedürfnis?

Oder sehe ich das falsch? Aber wir leben in einer Gesellschaft, die emotionale Bedürfnisse irgendwie kleinreden oder oft beschämen. Vor allem bei sensible Menschen. Und vor allem auch bei Frauen oder bei Menschen, die nicht gelernt haben, ihre Gefühle irgendwie in Anführungsstrichen perfekt auszudrücken.

Denn nicht jeder Schmerz sieht ruhig aus. Mancher Schmerz ist auch laut, wütend, impulsiv. Aber Schmerz bleibt Schmerz. Das ist wie viele, glaube ich, denken auch. Starke Menschen, die brauchen niemanden. Aber ich finde, gerade sind es oft die stärksten Menschen, die innerlich unfassbar einsam sind.

Weil sie gelernt haben, ich muss alleine klarkommen. Und warum? Weil wir, weil sie niemanden belasten wollten. Weil wir Angst haben, zu viel zu sein. Und irgendwann sitzen wir wieder da. Mit tausend Gedanken im Kopf. Und was sagen wir dann trotzdem? Genau. Mir geht's gut. Vielleicht hörst du die Folge gerade und du bist genauso.

Vielleicht bist du die Person, die immer für alle da ist, aber niemand fragt, wie es dir geht. Vielleicht bist du die Person, die ständig versucht, verstanden zu werden, aber sich trotzdem total alleine fühlt. Und vielleicht bist du davon einfach nur müde geworden. Müde vom Erklären. Müde vom Funktionieren.

Müde vom Starksein. Weißt du, was passiert, wenn ein Mensch jahrelang versucht, weniger zu sein? Er verliert irgendwann den Zugang zu sich selbst. Zu seinen Bedürfnissen. Und da rede ich aus Erfahrung. Und auch durch den ganzen Austausch mit anderen. Und ganz oft höre ich immer wieder raus, dass sie selbst nicht mehr wissen, was ihre eigenen Bedürfnisse sind.

Was ihre Grenzen sind. Oder was ihre Gefühle überhaupt sind. Ich kenne das ja von mir. Ich wusste irgendwann gar nicht mehr, wer bin ich, was brauche ich eigentlich, weil ich immer nur jahrelang versucht habe, für andere angenehm zu sein. Und ich glaube, euch geht es genauso. Viele von uns und gerade auch so sensible Menschen, wir haben doch nie gelernt, dass unsere Gefühle wichtig sind.

Sondern nur, dass sie, wie soll ich sagen, ich finde jetzt glaube ich auch nicht praktisch. Ja, ich nehme praktisch. müssen unkompliziert nach so funktionierend aber hey wir sind doch nicht dafür gemacht zu funktionieren und vielleicht ist das heute wichtig zu hören nicht jeder der dich falsch versteht hat automatisch recht über dich nur weil jemand deine emotionalität nicht versteht bedeutet das nicht dass sie falsch sind nur weil jemand deine tiefe nicht halten kann bedeutet das nicht dass du zu viel bist vielleicht bist du einfach nur in räumen gewesen in denen deine seele nie platz hatte und ich glaube das ist so das verändert alles weil wenn man irgendwann versteht ich bin nicht falsch ich war nur zu lange unter menschen die mich nie wirklich gesehen haben dass das macht was mit einem und ich finde auch was so menschen verändert oder was heilung für mich bedeutet persönlich das ist nicht härte es ist auch kein druck kein scham vielleicht auch kein verständnis doch verständnis doch was habe ich denn jetzt gesagt natürlich also verständnis natürlich verständnis leute sorry ein mensch oder wir heilen oft in dem moment so empfinde ich das indem wir uns endlich nicht mehr erklären müssen wenn jemand sagt ich verstehe warum du so reagierst oder ich sehe deinen schmerz oder du bist nicht falsch und vielleicht brauchen wir genau das viel viel mehr viel mehr nicht diese sofortigen lösungen nicht dieses perfektionistische nicht dieses toxische du musst einfach stärker werden nein verdammt noch mal wir brauchen mitgefühl muss das eigentlich verloren gegangen wir brauchen echte emotionale sicherheit das brauchen wir vielleicht wurde dir auch oft gesagt du bist so emotional zu sensibel zu kompliziert so viel du hier ganz ehrlich die liste ist ja lang na dann will ich dir heute etwas sagen dass du vielleicht viel früher hättest hören müssen du ist kein problem das gelöst werden muss du bist ein mensch der verstanden werden wollte und das ist was völlig anderes und vielleicht bist du müde geworden vom kämpfen vom erklären vom stark sein aber bitte bitte hör nicht auf zu fühlen nur weil andere deine tiefe nicht verstehen oder verstanden haben denn tief fühlen ist keine schwäche vielleicht ist es sogar einer der mutigsten eigenschaften die wir haben eine in einer welt die ständig verlangt dass wir härter werden sollen hallo ja wenn dich diese folge berührt hat dann teil sie gern mit jemandem der sich vielleicht auch sein ganzes leben irgendwie missverstanden gefühlt hat und vielleicht denkst du dir heute ein kleines bisschen weniger von dir selbst ich bin zu viel sondern eher ich wollte einfach nur verstanden werden und vielleicht vielleicht ist das etwas wirklich menschliches bis zur nächsten podcast folge meiner gedanken kotze fühlt euch ganz lieb umarmt und folgt mir gerne bei instagram angie koch punkt de ein klammern emotionale puste blume weil ich finde das passt sehr gut oder kommt

und da lasse ich gerade ein safe place entstehen und für wirklichen tiefen austausch und da darf sich jeder gesehen verstanden fühlen ohne sich groß zu erklären ja alles verlinkt schaut einfach sehr gerne vorbei ich würde mich freuen kommentiert auch sehr gerne wie euch die folge gefallen hat oder ob ihr das auch so fühlt fühlt euch lieb umarmt und seid

(Hinweis: Werbehinweise gekürzt.)

Du willst da nicht allein durch?

Angie begleitet Menschen mit ADHS, Hochsensibilität und intensivem Erleben persönlich – ehrlich, nah und ohne Perfektionsdruck.

Erstgespräch mit Angie

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